Auf unserem konsequenten Weg zurück in eine Kreislaufwirtschaft sind wir jetzt auf die uralte Technik Terra Preta gestoßen. Dabei wird aus holzigen Pflanzenabfällen selbst erzeugte Holzkohle belebt/kompostiert und dann in den Boden eingebracht.
Holzkohle besteht zu 80-90% aus Kohlenstoff und ist deshalb zur Reduktion des Co2 Gehaltes der Luft top aktuell. Das ist Klimafarming und kann den Co2 Fußabdruck unseres Betriebes minimieren. Im Boden ist die Kohle über gesicherte Jahrhunderte stabil, erhöht durch ihr 2/3 Porenvolumen die Nährstoff -  Wasserspeicherkapazität und dadurch die Bodenfruchtbarkeit und Ausgeglichenheit des Pflanzenwachstums.

Erste vielversprechende Versuche haben wir im Winter 2010/11 gestartet, inzwischen produzieren wir ca. 15m3 Kohle/Jahr, und speichern damit ca. 40t Co2 auch aus unserer aller Luft. Inzwischen haben wir drei verschiedene Methoden zur Herstellung von Pflanzenkohle entwickelt, die jeweils durch eine sauerstoffreiche, saubere Verbrennug gekennzeichnet sind.

Bei der Pyrolsemethode werden diverse Pflanzenreste verkohlt und das entstehende Gas zur Raumheizung herangezogen. Die Kohle wird teilweise von unseren Tieren gefressen, fördert dadurch deren Gesundheit und bindet im Kompost Sickerwässer, Gerüche und CO2, um sodann jahrtausendlang als Bodenverbesserung zu dienen. Diese Kaskadennutzung ist Kreislaufwirtschaft und aufbauende Bauernarbeit in ihrer reinsten Form, aber natürlich nicht kompatibel mit der heutigen Engstirnigkeit derer, die glauben, unsere Freiheiten ständig mehr beschneiden zu dürfen. Um den vielfältigen Anforderungen unserer Zeit gerecht zu werden, akzeptieren wir weder Dogmen, denn bei uns entwickelt sich die Zukunft experimentell, wie der Philosoph Roland Steidl sagen würde oder mit Pierre Curie gesprochen: "Der Zufall trift nur auf den vorbereiteten Gast".